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Hausaufgaben

eine Geschichte

erzählt von Andreas Herudek

Erinnert ihr euch noch? Am Ende der Stunde hagelte es mal wieder massig Hausaufgaben. Und unweigerlich stellten wir uns dann die Frage, ob das denn alles so Not tut.

Als Schüler beschäftigte uns ja täglich die Frage: „ Wie viele Hausaufgaben sind denn nun erlaubt?“ Unserer Ansicht nach waren Montag bis Freitag sowie der Sonnabend und der Sonntag arbeitsfrei. Du kannst die Wochen genießen und dich deinen Hobbys widmen.

So gesehen war es mal wieder Herr Mehner (Ma/Phy.) ein „Freund der Sonne“ dieser Herrlichkeit und ballerte uns immer reichlich mit diesen Aufgaben zu. Da aber für uns wie schon bemerkt arbeitsfrei verordnet war und Herr Mehner die hässliche Angewohnheit der Hausaufgabenkontrolle perfekt beherrschte (die Bankreihe seiner Wahl), blieb einem ja nichts anderes übrig, in den Schulpausen der darauffolgenden Tage jene Aufgaben zu besorgen.

Gesagt - getan, nur erwischen durfte man(n) sich nicht lassen. Also besorgte ich mir die Hausaufgabe für das nachfolgende Fach Mathe von Gerd und schrieb diese genüsslich auf meinen Block. Das Unheil war nicht weit entfernt, denn die stellvertretende Direktorin hatte Hausaufsicht, erwischte uns und zog die Blätter von mir und Gerd ein.

Die Mathestunde begann. Herr Mehner eröffnete diese wie immer mit der Kontrolle der Hausaufgaben und schritt zur Tat. Gerd und ich saßen an der dritten Schulbank, Türreihe. Natürlich völlig spontan entschied sich Herr Mehner auch für diese. Der Supergau! Was nun tun? Unsere Aufgaben wurden ja in der Pause eingezogen. Die Uhr lief ab! Plötzlich stand er an unserer Bank. Nachfolgender Dialog, ich schöre so war es, folgte:

Herr Mehner zu Gerd:
Na Gerd wo sind Deine Hausaufgaben?

Gerd zeigt auf sein leeren A4 Block und antwortete:
Herr Mehner ich könnte schwören, vor zwei Sekunden standen die hier noch drauf!!!!

Der Brüller, nicht nur für mich - die ganze 9b lag flach! Selbst Herr Mehner konnte dieser kreativen Antwort nichts entgegensetzen.

Ja so war das - damals (1975) an der 50. POS. 12.08.2008

Eine Zeichenstunde und ihre Folgen Wunder gibt es immer wieder?